Lektorat Papiervogel, Lily Nickert, Lektorat, Korrektorat, Manuskriptgutachten - für Autorinnen und Autoren im Selfpublishing: Dein erstes eigenes Buch
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What’s in a name: Warum eigentlich Papiervogel?

Hi, mein Name ist Lily und ich … habe eine Leidenschaft für Origami? Nein, das ist es nicht. Ungeachtet der Bilder auf verschiedensten Unterseiten dieser Website gehört das Falten von Papierschiffchen und -kranichen nicht zu meinen Hobbys (vielleicht sollte ich es mal ausprobieren?) – aber woher kommt der Name Lektorat Papiervogel dann?

Die Autorin und der Papiervogel

Lektorat Papiervogel: das erste Bild auf meinem Autorinnen-Account Lily Magdalen, auf dem das Papiervogel-Logo aufgetaucht ist
Das erste Posting mit Papiervogel – damals als Lily Magdalen

Bevor das Wort ein Name wurde, flatterte der Papiervogel schon eine Weile lang durch meinen kreativen Kosmos. Seinen ersten Auftritt hatte er, als ich mich nach langem Überlegen endlich für mein Autorinnen-Pseudonym entschieden hatte (damals machte ich das freie Lektorat nur ein bisschen nebenbei, also noch gar kein Thema, dafür einen eigenen Namen zu finden). Mit der Veröffentlichung meines Debütromans Novemberkönig wurde es so langsam ernst, und aus dem schon lange für Instagram verwendeten Lily Magdalena wurde Lily Magdalen – es fiel also nur ein Buchstabe weg.

Und wie das als Autorin mit Instagram-Account so ist: Ein Posting musste her, in dem ich die Entscheidung für das Pseudonym verkündete. Das Bild dafür stand schon fest: Ich, auf dem Waldboden sitzend, nach oben blickend. Ich wollte hier grafisch einen Vogel einfügen, der symbolisch das weggefallene a forttragen sollte, und suchte nach entsprechenden Illustrationen. Relativ schnell verlagerte ich die Suche auf Vögel aus Papier, denn das fand ich passend für eine Autorin, die sich darauf freute, bald ein richtiges, echtes Buch aus Papier mit ihrem Namen drauf und einer selbst geschriebenen Geschichte darin in den Händen zu halten.

So erschien also das Papiervogel-Symbol auf der Bildfläche, zunächst einmal nur als mein Autorinnen-Logo.

Woher stammt der Name Papiervogel? Exkurs: Lily und die Vögel

Exkurs: Lily und die Vögel

Wer mich persönlich kennt, weiß: Wenn man ein Tier mit mir verbinden würde, dann wäre es der Vogel, im weitesten Sinne. Die Vogelart, für die ich mich nicht begeistern kann, muss erst noch entdeckt werden.

  • Ich habe über zehn Jahre lang Agaporniden gehalten – bunte, charakterstarke Zwergpapageien, die mein Leben sehr bereichert haben. (Ironischerweise bin ich allergisch gegen Federstaub und musste die Papageienhaltung daher leider aufgeben.)
  • Schau mit mir eine Dokumentation über Vögel oder zeig mir ein YouTube-Video mit Quatsch machenden Papageien und ich bin happy. Oder zumindest nicht mehr ganz so grumpy.
  • Ungefähr die Hälfte meiner noch nicht umgesetzten Tattoo-Ideen sind Vögel.
  • Nicht zwingend in den Kurzgeschichten, aber in allen längeren Erzählungen/Romanen von mir spielen Vögel eine zentrale Rolle: Im Novemberkönig gab es die untoten Singvögel, #ProjektSkua hat den Vogel sogar im Arbeitstitel, und auch in meinem bisher längsten, aber unveröffentlichten Projekt sind Vögel ein Schlüsselmotiv.
  • Ich habe mir vor ein paar Jahren das Ziel gesteckt, irgendwann alle heimischen Vögel am Ruf/Gesang zu erkennen. Ich verfolge es nicht sehr konsequent, aber eines Tages …
  • Meine Liebsten müssen damit leben, dass ich ihnen mit leuchtenden Augen immer mal wieder random Vogelwissen, das ich aufgeschnappt habe, oder eine coole Vogelart, die ich entdeckt habe, um die Ohren haue.
  • Wäre ich in der Schule naturwissenschaftlich begabter gewesen, wäre ich heute möglicherweise Ornithologin. (Und Autorin. Autorin bin ich in jedem Paralleluniversum.)

Selbstständig und erst mal blockiert

Zunächst war ich eine ganze Weile lang alles gleichzeitig: festangestellte Redakteurin und Projektleitung in einer Agentur, Autorin im Selfpublishing und freie Lektorin nach Feierabend. In 2021 kam dann jedoch der Moment, als mir klar wurde: Alles gleichzeitig geht nicht mehr. So traf ich die Entscheidung, mich ab Januar 2022 voll und ganz auf das Lektorat zu konzentrieren. Selbstständigkeit nicht mehr nur nebenberuflich, sondern hauptberuflich. 

Eine eigene Website musste also her – ich fand, wenn ich es hauptberuflich mache, passt es nicht mehr, den Lektoratsservice nur als eine einzelne Unterseite auf meiner Autorinnen-Website zu haben. Jetzt ist es aber so: Ohne URL keine Website. Wie sollte die Website heißen? Unter welcher Adresse sollten interessierte Autor:innen mich online finden? Lily Magdalen sollte es nicht mehr sein, denn das bin ich als Autorin.

Mein tatsächlicher Name, das wäre das Naheliegendste gewesen. Viele Business-Expert:innen (und „Business-Expert:innen”) sind sich einig: Als Soloselbstständige mit Online-Business ist man seine eigene Brand. Eine Personenmarke, untrennbar verknüpft mit dem eigenen Namen. Und während das zu vielen Menschen auch wunderbar passt, sperrte sich irgendetwas in mir vehement dagegen. Mir schwirrte (oder flatterte) viel eher „Lektorat Papiervogel” im Kopf herum – womöglich ausgelöst durch das allgegenwärtige Papiervogel-Logo.

Business-Blazer und Haar-Wortspiele

Wer mich kennt, weiß jedoch: Ich neige zum Overthinking. In meinem Kopf kreisten also Fragen über Fragen: Sollte ich in meiner Selbstständigkeit nicht ausschließlich „seriös” auftreten? (Und was ist das überhaupt, seriös?) Mache ich jetzt auf „business”, mit LinkedIn-Account und Networking, tausche ich die schwarzen Hoodies gegen marineblaue Blazer, nehme ich jetzt Worte in den Mund wie „Skalieren”, geht das nur unter bürgerlichem Namen, werde ich als „Lektorat Papiervogel” nur belächelt? (Und von wem überhaupt? Und warum ist es mir wichtig, ob ausgerechnet diese Person mich belächelt?) Wäre das die Schublade Friseurnamen-Wortspiele? Haar-Haar-Haar.

Ich muss über diese Gedanken heute ziemlich schmunzeln – und du beim Lesen vielleicht auch. Wir beide kennen sofort die Antworten auf all diese Fragen. Doch während es auf den Jahreswechsel zuging, blockierte es mich wahnsinnig, diese Entscheidung so lange hinauszuzögern. Das ging so weit, dass ich zum Start meiner Selbstständigkeit am 1. Januar nicht direkt auch eine neue Website launchen konnte. Wir erinnern uns: Ohne Name keine URL, ohne URL keine Website.

Und dann gibt es da ja noch das Bauchgefühl …

Während ich vordergründig noch blockiert war, hatte meine Intuition unauffällig das Steuer übernommen: Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich in der Zwischenzeit bereits Ordner und Dateien mit „Lektorat Papiervogel” benannt hatte, mein Logo weiterentwickelte … und überhaupt, längst von meinem Lektoratsservice als „Lektorat Papiervogel” dachte.

Nach einem gemütlichen virtuellen Kaffee per Videocall mit meiner lieben Kollegin Bettina wurde mir so langsam klar: Gerade in meinem kreativen Leben hat meine Intuition immer wieder gewusst, was das Richtige für mich ist. Mein Debütroman Novemberkönig ist sehr intuitiv entstanden (ausgehend von einem einzelnen Wort, seinem Titel – die Geschichte erzähle ich an anderer Stelle ausführlicher). Meine eigene Entscheidung fürs Selfpublishing war intuitiv längst gefallen, bevor ich sie auch durch Argumente begründet treffen konnte.

Also hörte ich auch für meine Selbstständigkeit auf meine Intuition. Und hier sind wir nun also, auf der Website lektorat-papiervogel.de, und ich kann diesen Blogbeitrag schreiben.

Das Schöne ist: Als ich diese Website und den dazugehörigen Instagram-Kanal endlich gelauncht habe, bekam ich so viele tolle Rückmeldungen – gerade zu dem Namen! Wie schön er klinge, wie gut er zu mir passe.

Worüber habe ich mir doch gleich so viele Gedanken gemacht?

Papiervogel oder Selfpublishing-Reise:
Die Intuition als leuchtender Wegweiser

Meine Intuition ist einer meiner wichtigsten, leuchtendsten Wegweiser. Es erfordert ein wenig Übung, sie zu erkennen und auf sie zu hören, aber wann immer es mir gelingt, belohnt sie mich mit einem Ergebnis, das sich einfach richtig anfühlt. Und das ist letztendlich die Frage, die ich mir für viele meiner Entscheidungen stelle: Was fühlt sich richtig an?

Dasselbe kann auch für dich und deine Selfpublishing-Reise gelten. Handwerkszeug und vermeintliche Regeln hin oder her – manchmal weiß dein Bauchgefühl am besten, was das Richtige für eine Szene, deinen Roman und deine ganz persönliche Selfpublishing-Reise ist. Das gilt fürs Schreiben selbst, aber auch für alles darüber hinaus.

  • Gefühlt sind alle Autor:innen auf Instagram unterwegs und posten dort beinahe täglich – doch du fühlst dich mit Facebook und einem Newsletter viel wohler?
    → Dann ist das auch das, was zu deiner ganz persönlichen Selfpublishing-Reise passt. 
  • Bücher mit grünem Cover verkaufen sich angeblich schlechter – aber dein Herz schlägt für den grünen Entwurf deiner Coverdesignerin und nicht für den blauen?
    → Dann freue dich auf dein Buch in wunderschön grünem Gewand und wirf über Bord, was du irgendwann mal irgendwo gehört hast.
  • Prologe sind überholt, zum Gähnen, nur was für Anfänger – zumindest hast du das mal irgendwo auf Google oder in einem Tweet gelesen. Aber dein Prolog ist super wichtig für die Geschichte – musst du ihn jetzt löschen?
    Quatsch, alles gut! Wenn der Prolog zu deinem Buch gehört, gehört er zu deinem Buch. Stelle sicher, dass dein Prolog wie alles andere in deinem Selfpublishing-Projekt ein professionelles Lektorat und Korrektorat durchläuft – und vergiss den Tweet.

Und auch bei deiner Entscheidung für eine:n Lektor:in kann dir dein Bauchgefühl ein guter Ratgeber sein. Natürlich müssen ein paar Rahmenbedingungen gegeben sein – zum Beispiel ein freier Slot für dein Projekt. Aber während man Preise, Portfolio und Arbeitsweisen sachlich vergleichen kann, spielt am Ende ein Punkt eine viel wichtigere Rolle: das Bauchgefühl. Du solltest dich bei der Person, die deinen Roman lektoriert, gut aufgehoben fühlen, dich mit ihr wohlfühlen. Die vielbeschworene Chemie muss stimmen.

Wer weiß, vielleicht fühlt sich dein Bauchgefühl ja bei mir und Lektorat Papiervogel besonders wohl?

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